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Martha Kerschbaumer
Grenzgänger zwischen Mythologie und Modernität
Bildliche Metamorphosen des Menschen in Malerei und Zeichnung

 Zyklus Torsi
Titelbild: Zyklus Torsi, 2001, Feder Tusche, Öl auf Papier, 150 x 220 cm

Bereits zum dritten Mal präsentieren Brigitte und Gottfried Schmidt, dieses Mal in der Galerie Goldener Engl in Hall, die neuesten Werke der in Wien und Tirol lebenden Künstlerin MARTHA KERSCHBAUMER.

Die lyrisch-expressiven Malereien und Zeichnungen Martha Kerschbaumers fordern dazu auf, die Wandlungsföhigkeit des Menschenbildes zu ergründen und dessen Stellenwert zwischen damals und heute neu zu definieren.
Peter BAUM

Großformatige Torsi, Schriftstellerportraits auf Japanpapier sowie kleinere Arbeiten und Portraits, die die zusammenhängenden Zyklen der letzen beiden Jahre aufgreifen, werden in der umfassenden Ausstellung gezeigt.Hingewiesen wird auf die Wandlungsfähigkeit des Menschen, der seine Zugehörigkeit zu den Wesen der Klassischen Mythologie, den Fabel- und Zwitterwesen, den Harpyien, Engeln und Götterboten erkennt und somit zu neuer Größe gelangt. Die mysteriösen, so oft nach innen gekehrten energetischen Sinnbilder zeugen von verhaltener Erotik, Zeitlosigkeit und Poesie. Im Sinne eines modernen Neomystizismus befasst sich die Künstlerin mit dem Thema Schöpfung, Loslösung und Wiedererschaffung des Menschen.

Großzügig angelegte Torsi spiegeln in ihrer offenen Malweise den Übergang vom Figürlichen zur Abstraktion wider. Die Qualität der Kalligraphie, die widerspenstige Expressivität des Striches, wird in den Schriftstellerportraits von Musil, Proust, Beckett, Nietzsche u.a. deutlich. Diese aquarellierten Federzeichnungen auf Japanpapier sind mit breiten Tuschestrichen und Farbrinnspuren akzentuiert. Schriftproben hinter Plexiglas ergänzen die Zeugnisse der stillen Zwiesprache.

Die lyisch-expressiven Malereien und Zeichnungen Martha Kerschbaumers fordern dazu auf, die Wandlungsfähigkeit des Menschenbildes zu ergründen und dessen Stellenwert zwischen damals und heute neu zu definieren.


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