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Ulrike Stubenböck
Inner Series | Variation Series

Ulrike Stubenböcks Recherchen zur Malerei suchen mit den Mitteln der Malerei die Identität des Bildes zu ergründen. Diese Nachforschung nimmt ihren Ausgangspunkt im Auftrag von drei bis fünf Grundfarben. Aus deren Kombination baut sich im Zusammenspiel mit der unablässigen Bewegung der Spachtel die Farbwirklichkeit des Gemäldes auf. Diese kann solange in der Schwebe gehalten werden, als sich die Farbmassen nicht verfestigen, Spätere Eingriffe sind nicht mehr möglich. Demzufolge gibt es keine vorbereitenden Skizzen oder Zeichnungen. Die Künstlerin arbeitet ausschließlich mit Ölfarbe auf selbstgefertigten Halbkreidegründen auf Leinwand,
"Das Auge nimmt die Struktur der horizontalen Farbbahnen wahr und denkt sie über die faktische Gegebenheit der Bildfläche hinaus, es erkennt das Bild als Ganzes und als Ausschnitt, als Begrenztes und als Unbegrenztes. Hierzu ist Zeit nötig, die Zeit des Betrachters und seiner schauenden Annäherung an das Bild." (Dr. Volker Adolphs in: Die Identität des Bildes)

Ulrike Stubenböck wird in der Galerie Goldener Engel in Hall in einer umfangreichen Präsentation zu sehen sein, die mit einer präzisen Auswahl an Gemälden aus zwei Werkgruppen einen verbindlichen Einblick in ihr malerisches Schaffen ermöglicht. INNER SERIES und VARIATION SERIES sind Zyklen modularer Arbeiten in denen es um grundsätzliche Untersuchungen zur Malerei geht. Jedes Werk und jede der beiden Werkgruppen bestehen für sich und sind jedoch gleichzeitig Teil einer größeren Einheit. Ulrike Stubenböck vertraut auf die Präsenz des gemalten, autonomen Tafelbildes und die Evokation der Sinnlichkeit von Farbe. Ihre Malerei verzichtet auf traditionelle Funktionen des Bildes wie Mimesis und Illusion, sie will nicht abbilden und erzählt nichts. Vielmehr zeichnet sie ihr eigenes Selbstportrait. Dr. Volker Adolphs, Kurator am Kunstmuseum Bonn schreibt im aktuellen Katalog "inner Series Part One': "in den Werken von Ulrike Stubenböck spürt man die Konsequenz und Intensität eines bildnerischen Handelns, das ganz bei sich ist, eine Konzentration auf das einzelne Bild und zugleich eine Energie, die von Bild zu Bild führt. Das Bild ist das Wesentliche und der Ort aller Entscheidungen. So wird eine Identität hergestellt, die mehr als viele Theorien die Bedingungen deutlich macht, unter denen Bilder entstehen, und mitteilt, was heute ein Bild sein kann."

Ulrike Stubenböck, 1958 in St. Anton am Arlberg geboren, absolvierte ihre Ausbildung an der
Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Peter Prandstetter. Von 1995 bis 2002 hatte sie einen
Lehrauftrag an der dortigen Klasse für Malerei. Sie erhielt 1995 den Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst für Keramik, auch wurden ihr mehrere Stipendien für Auslandsaufenthalte zuerkannt (New York, Rom, u.a.) Lebt in Telfs.

Ausstellungen (Auswahl): 2002 lnner Series, Galerie am Stein, Scharding.
2001 Tirol 2001, Kunstförderungsankäufe des Bundeskanzleramtes, Universität Innsbruck.
1999 Kunstverein Kitzbühel, Galerie Zeitkunst.
Rätselhaft, Dresdner Secession 89, Dresden.
1998"painting of what we think the world looks like" 4o Tage 20 Ausstellungen, Salzburger Kunstverein, Salzburg.
1997 Farbsichten, Galerie Sechzig, Feldkirch.
Malerei und Keramik, Galerie Kossdorff, Wien.
1996 Hautgrenzen, Galerie am Stein, Schärding.


die aktuelle Ausstellung
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