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Martin
Schnurs Gemälde sind trotz des starken inhaltlichen Tenors,
für sich selbst stehend, reine malerische Gebilde. Die Auseinandersetzung
mit jedem einzelnen Werk ist spürbar: Komposition, Malprozess,
das spontane Entwickeln der malerischen Textur trotz konkreter
Vorgabe. Obwohl der Maler in der lkonografie zeitgenössisch
bleibt, sind seine Motive dennoch mit Sujets der Kunst- und Filmgeschichte
verbunden. Dahingestreckte Figuren erinnern an Marsias oder den
geköpften Holofernes, Melancholisch anmutende Mädchen
deuten die Frauenrolle in Hollywoodfilmen wie James Bond oder
Kim Nowak in Hitschcocks Vertigo an.
Florian Steininger |