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Nach
Oswald Oberhuber, Gunter Damisch, Hubert Schmalix und Eva Schlegel
ist Brigitte Kowanz bereits die achte Künstlerin, die die Galerie
Schmidt in Reith parallel zum jährlich stattfindenden Europäischen
Forum Alpbach präsentiert.
In der Ausstellung »Lichtwechsel«sind
Lichtskulpturen und Objekte der Künstlerin, die seit 1999 auch
als Professorin für medienübergreifende Kunst an der Wiener
Universität für angewandte Kunst unterrichtet, zu sehen.
Licht sei für sie, so meint Kowanz, ein "ideales
Material", weil sie immer auf der Suche sei nach "Zwischenräumen,
Überlagerungen und verbindenden Elementen". Ihr Werk schlägt
in diesem Sinn eine Brücke zwischen dem Wahrnehmen, Sehen und
Erkennen dessen, was uns umgibt, ohne jedoch in die inhaltliche
Nähe von Mystizismus und Gelehrsamkeit abzudriften. Die Symbolik
des Lichtes als "göttlicher Schein" beeinflusse ihr
Denken kaum, vielmehr ist es die Herausforderung, mit Hilfe des
Immateriellen etwas materiell und bildhaft darzustellen, stellt
die Kulturpublizistin Dr. Christa Häusler zum künstlerischen
Werk von Brigitte Kowanz fest und meint weiter: "Der große
Verdienst der Künstierin liegt in ihrem Ziel, Zusammenhänge
herauszufiltern, die in der Umsetzung in Kunst den Betrachtern neue
Einsichten und Ideen über die Sicht der Wirklichkeit vermitteln.
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gängige Definition von Brigitte Kowanz als Lichtkünstlerin
ist zwar durchaus korrekt, beschränkt ihr künstlerisches
Denken und Tun jedoch in hohem Maße auf den Umgang mit Material
und vergisst, dass vor der Frage nach Material und Technik zuerst
die nach Inhalt und Bedeutung kommen muss, damit sich zeitgenössische
Kunst nicht in rein formale Kategorien verirrt. Was aber ist der Inhalt
dieser Arbeiten? Auf einer Ebene und hiermit kommen wir gleich zum
politischen Moment sind die Arbeiten neueren Datums als Meditation
über Bedeutung per se, über Verschlüsselung, Codierung
und Auffächerung von Wissen lesbar. Wer Wissen hat, hat Macht
jedoch bedarf es, um an Wissen zu gelangen, der Werkzeuge die Welt
lesen zu können, das Erfahrene zu decodieren und auch wieder
codieren zu können.
Matthias Herrmann
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