GERLINDE
THUMA - HELGA CMELKA
»moment : moment«
|
|
|
Gerlinde
Thuma, Steinzeit blau, 2003, Acryl / Leinwand, 80x145 cm |
Helga
Cmelka, Serie: "To Györ and back" 2003, Serigrafie
5färbig, 20x35 cm |
| Gerlinde
Thuma umkreist in ihren zumeist in der klassischen kunstgeschichtlichen
Tradition des Doppelbildes, des Triptychons oder des Poliptychons
konzipierten Tafelbildern das Thema Zeit. Die Verdoppelung fungiert
immer als Gegensatz: die Wiederholung desselben oder eines vergleichbaren
Motivs wird unter verschiedenen formalen Aspekten, vielfach in einer
anderen Farbigkeit oder in einem anderen Licht wiedergegeben. Die
sensiblen Naturdarstellungen der Künstlerin fungieren in diesem
Sinne als Zeitzeugen. Dr.
Elisabeth Nowak-Tholler/Lentos Linz |
|
Helga
Cmelka - Störlinien im Fadenlauf. Unter Anwendung klassischer
Prozeduren der Stickerei wie Fäden-Ziehen, Schlingen, Verknüpfen,
Sticheln entstehen eigenwillige Komposition: konkav Gebogenes, Sicheln,
unregelmäßige Zickzacklinien - metaphorisch etwa: Augen,
Muscheln, Wunden, Vulven, Würmer, Schlangen - "Sticheleien",
die an Klee erinnern. Die Vorbereitungen an dem strukturgebenden
Gewebe entpuppen sich als langwierige, mühsame Kleinarbeit,
der die darauffolgende Farbexplosion entgegensieht.
Dagmar Travner
|
| Gerlinde
Thuma: geb. 1962 in Wien, 1981
bis 1988 Studium für Malerei und Animationsfilm in der Meisterklasse
Maria Lassnig. |
|
Helga
Cmelka: geb. 1952 in Mödling, seit 1990 Mitglied
des Wiener Künstlerhauses. |
|