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Über die Arbeit / Aurelia GRATZER / 2003-2004


Die Wahl des Motivs ist für meine Arbeit nicht besonders wichtig. Ich verwende bereits vorhandene Abbildungen in Form von selbst angefertigten Fotos oder solchen aus Zeitschriften und Werbebroschüren, die ich besonders ansprechend finde. Dies ist dann der Fall, wenn sie sich durch ihre Komposition für meine Vorgangsweise eignen
Die eigentliche Motivation für meine Malerei ist dann der Arbeitsprozess an sich, der sich mit dem für mch Wichtigsten der Abbildung, nämlich der Zweidimensionalität auseinandersetzt. Habe ich ein Motiv für ein Bild gefunden, so nehme ich zunächst von den darauf gruppierten Gegenständlichkeiten Abstand. Die vorgegaukelte Dreidimensionalität, die ich über das Foto optisch wahrnehme, wird zu diesem Zeitpunkt vernachlässigt. Die Abbildung ist ab jetzt für mich eine Komposition aus verschiedenen Flächen, die sich nur in Form, Farbe und Strukturierung unterscheiden. Nun fasse ich einzelne davon nach rein ästhetischen Gesichtspunkten (Formschönheit, Ausgewogenheit) zu einer neuen Fläche zusammen, die sich durch die malerische oder farbliche Gleichbehandlung daraus ergibt. So wird das Bild in mehrere Ebenen unterteilt, die sich durch die malerische Vorgangsweise unterscheiden, wobei die ursprünglich abgebildeten Gegenständlichkeiten sich nun nicht mehr im authentischen Sinnzusammenhang befinden. Sie haben durch diese Vorgangsweise eine andere Bedeutung erlangt, nämlich die bloße Aussage einer Fläche, wodurch das Bild zu einem mehr oder weniger so empfundenen ornamentalen Gefüge wird. Durch die unterschiedliche farbliche und maltechnische Behandlung beginnen einzelne Ebenen hervorzutreten und andere werden in den Hintergrund gedrängt, sodass wiederum ein dreidimensionaler Eindruck entsteht, der sich vom ursprünglichen Bild aber in den Sinnzusammenhängen wesentlich unterscheidet. Ziel meiner Arbeit ist es, durch eine flächige (also zweidimensionale) Malweise, wieder eine räumliche Wahrnehmung hervorzurufen. Dieser Sachverhalt wird wesentlich durch eine kontrastierende Farbgebung unterstützt. So kann ich bei meinen Bildern, abgesehen von einer persönlichen Präferenz für verschiedene Farbtöne, nicht von einer für mich typischen Farbgebung sprechen, da jede Komposition von Flächen, um die erwünschte Wirkung zu erzielen, von sich aus eine andere verlangt.


Biographie:  
1978
geboren in Hartberg / Steiermark
1997 Aufnahme Akademie der Bildenden Künste Wien
1997 - 2003 Studium: Institut für Wissenschaften und Technologien in der Kunst, Universität Wien
2003 Abschluss Magisterium
1999 - 2004 Studium: Malerei und Grafik, Institut für gegenständliche Malerei (Schmalix)
Lebt und arbeitet in Wien  
Gruppenausstellungen  
2004: "Hommage a Picasso", Galerie Exner, Wien
2003: "Tendenzen - Positionen gegenständlicher Kunst in Österreich", Galerie Exner, Wien
  "Neue Bilder", Galerie Exner, Wien
  Studenten Triennale Istanbul 2003, Türkei
  "Arbeiten auf Papier", Young Arts Gallery, Wien
  Gruppenausstellung in Odessa, Ukrainentation
2002: Projekt"Fortissimo", Kosmos Theater, Wien
  "Hochsaison", Hotel Marriot, Graz
  "Bild-Lust II", Hotel Sacher, Galerie Suppan Contemporary, Salzburg
  "Bild-Lust II", Galerie Suppan Contemporary, Wien
2001: "In bester Lage", ÖGV, Wien
  "Bild-Lust I", Galerie Suppan Contemporary, Wien
  "Bild-Lust l", ORF-Landesstudio NÖ, Galerie Suppan Contemporary, St. Pölten
  "Bild-Lust l", Palais Harrach, Galerie Suppan Contemporary, Wien
  "au bordell", Wien
  Schloss Stubenberg, Steiermark
  Gruppenausstellung Lemberg, Ukraine
  Gruppenausstellung Kiew, Ukraine
2000: Ford Motor Company, Wien
1999 "Moving Workroom"', Station 3, Wien
  "Druckgrafiken", Kupferstichkabinett, Wien
  Stift Klosterneuburg, Klosterneuburg
  "Zwischen Pixel und Strich", Kulturzentrum Oberschützen, Burgenland
  "Dialog mit Thomas Ender", Kupferstichkabinett, Wien
  Schloss Stubenberg, Steiermark
  Mehrzwecksaal Stubenberg, Steiermark
1997: Ausstellung Kupferstichkabinett, Wien
  Ausstellung im Zuge eines Wettbewerbs der Wirtschaftskammer
Preise  
2002: Anerkennungspreis Projekt"Hochsaison", Staatssekretariat für Tourismus und
Freizeitwirtschaft
2002: Anerkennungspreis, Covergestaltung, Herold Superpages
Publikationen  
2003:
Katalog zur "Triennale Istanbul 2003", Marmara University
  "Superpages 2003", MS Schmalix
2002:
"Hochsaison", MS Schmalix
  "Superpages 2002", MS Schmalix
2001:
"In bester Lage", MS Schmalix

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