Titelbild: walker, 2005, Öl auf Leinwand, 60x50 cm (Ausschnitt) |
Nach
Anton Christian, Adolf Frohner, Christian Ludwig Attersee, Oswald
Oberhuber, Gunter Damisch, Hubert Schmalix, Eva Schlegel, Brigitte
Kowanz und Jakob Gasteiger ist Alois Mosbacher bereits der zehnte
Künstler, den die Galerie Schmidt
in Reith parallel zum jährlich stattfindenden Europaischen Forum Alpbach
präsentiert.
Alois
Mosbacher, geboren 1954 im steirischen Strallegg, lebt nach längeren Aufenthalten in Paris und Los Angeles mit seiner
Frau und zwei Söhnen in Wien, wo er an der Akademie der Bildenden
Künste Malerei studiert hat. Er erhielt den Kunstpreis des
Landes Steiermark und der Stadt Wien.
Alois
MOSBACHER gehörte zur Gruppe der sogenannten "Neuen
Malerei" ,oder "Neuen Wilden", die Anfang der 80er
Jahre internationale Erfolge feiern konnten. Seit 1980 zahlreiche
Ausstellungen im In- und Ausland, u. a. 2004 eine große Schau
mit dem Titel»Out there«in der Wiener Secession.
Unter
dem Titel »Walking past flowers« wird
in unserer Galerie in Reith eine umfangreiche Ausstellung mit
neuen Arbeiten zu sehen sein. |
Die » Walker« gehören zu einem umfangreichen
Werksblock, der um das Thema Wald kreist-, der Wald
als Raum für Außenseiter, Abenteurer und Aussteiger.
lnternetrecherchen über »live action role
plays« gaben den Anstoß zu einer Serie, mit der Mosbacher
das narrative Potenzial der Malerei austestet und sich
gleichzeitig medienimmanenten Fragestellungen widmet.
Gefundenes
Bildmaterial und eigene Fotografien durchlaufen einen Sondierungs-
und Auswahlprozess, um als Malerei bzw. Zeichnung in neue Bedeutungszusammenhänge
gebracht zu werden. So bleibt etwa völlig unklar, ob der "Walker",
der auf einem Bild fröhlich einherschreitet, auf dem zweiten
einfach nur in der Sonne liegt oder etwa Opfer eines Verbrechens
wurde. Mosbacher trägt seine abgründigen Geschichten
mit einer geradezu triumphierenden Malerei vor, deren dynamische
Offenheit zwischen Abstraktion und Figuration eine Souveränität
behauptet, die ihresgleichen sucht.
Brigitte
Huck |