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Ingrid NIEDERMAYR
Christoph RAITMAYR

In ihren Bildern verfremdet INGRID NIEDERMAYR unsere gewohnten Sichtweisen von Stadt und Landschaft durch ungewöhnliche Perspektive, flächige Gestaltung und eine sehr reduzierte Farbpalette. Meist von einer Fotografie ausgehend, vermittelt sie in ihren Arbeiten ausschnitthafte Einblicke in Städte und deren Architektur. Dabei reicht das Spannungsfeld von der nüchternen Bestandsaufnahme bis hin zu theatralisch-pathetischen oder romantischen Bildstimmung.


Bernd Dürr

Titelbild: Ingrid Niedermayr, Lentos I, 2003, Öl auf Leinwand, (Ausschnitt), 115 x 190 cm

Ingrid Niedermayer eröffnet durch konstruierte Bildausschnitte und Perspektiven ungewohnte Einblicke in Architektur und Städte. Meist von einer Fotografie ausgehend, verfremdet sie in ihren Bildern mit einer reduzierte Farbpalette gewohnte Sichtweisen. Die Künstlerin verarbeitet mittels Malerei den kontrovers diskutierten Wandel des öffentlichen Raums. In ihren Arbeiten reagiert sie auf Städte und deren eigene Ausstrahlung, die für sie, durch die spezifische Architektur maßgeblich beeinflusst wird. Ingrid Niedermayers Bilder bleiben gegenständlich, aber sie eröffnet eine neue und ungewöhnliche Sicht auf bekannte Orte und Räume.


Die Manifestation von Ideen in den Dingen hat es CHRISTOPH RAITMAYR angetan: So sind die Projektionsflächen seiner Gedanken Möbel und Gebäude bzw. Gebäudeteile, die er durch Manipulation mit seinen Aussagen belädt. Eine Möbelskulptur bildet den Anfang einer Serie, in der sich Raitmayr intensiv mit Autobiographischem gepaart mit architektonischen
und soziologischen Themen zu beschäftigen begann.


Severin Dünser

Titelbild: Christoph Raitmayr, O.T., 2003, 120 x 70 x 35 cm

Christoph Raitmayr beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Schnittstelle von Architektur und Design. Der Künstler behandelt philosophische und autobiographische Fragen, die er durch Möbel und architektonische Strukturen verbunden mit Collagen zum Ausdruck bringt. Er löst Designobjekte von ihrer gestaltungsgeschichtlichen Determiniertheit, und lässt einen neuen Ansatz der Lesbarkeit einfließen. Als Projektionsfläche seiner Ideen präsentiert er Sitzmöbelskulpturen mit räumlichen Qualitäten von erhabener Architektur. Durch ein loslösen von ihrer ursprünglichen Funktion eröffnen seine Objekte neue Sichtweisen, die auf mehren Ebenen Spielraum für Gedanken bieten.


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