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EVA WAGNER / ALFRED HABERPOINTNER


Titelbild: P.G., 2005/06, Öl auf Leinwand, 95x70 cm (Ausschnitt)
     

EVA WAGNER
   
1967 Geburt in Salzburg
1986 - 1993 Studium an der Akademie der Bildenden Künste und an der Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
1992 Arbeitsstipendium Italien
1995 Anerkennungspreis für Malerei, Bauholding AG
1996 Arbeitsstipendium, Paris
1997/98 Arbeitsaufenthalt, Marrakech
seit 1992 Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg
1994 - 2006 Lehrtätigkeit an der Universität für Angewandte Kunst (Ordinariat für Grafik,1999-2001Ordinariat für Architektur)
2003 Leitung einer Klasse für Malerei an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg
2004 Arbeitsaufenthalt Dakar, Senegal; Gastlehrtätigkeit an der Ecole National des Arts
2005 Anton Faistauer Preis 2005
2006 Leitung einer Klasse für Malerei an der
Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg
   

Ausgehend vom Medium der Fotografie, setzt Eva Wagner den Gegenstand in einer sensiblen zeichnerischen Dichte auf die Leinwand und Papier, verbunden mit gestisch gesetzten malerischen Elementen. Es entsteht ein feinfühliger Bildaufbau, in dem die unterschiedlichen Schichten übereinander gelegt werden.
Bei den Papierarbeiten schichtet Eva Wagner durchsichtige Folien und Lackrinnspuren einer Art Collage über eine Grafitzeichnung, wodurch diese materiell in den Hintergrund rückt. Doch sogleich unterstreichen diese Schichten auch den grafischen Strich, der hier zu einer Dichte kulminiert, die sich auf den zweiten Blick in Gegenstand, Schaffen und Schleier auflöst. Eva Wagner bestätigt sich hier als Zeichnerin. Dieses Medium ist es auch, dass ihren meist großformatigen Arbeiten auf Leinwand voraus geht.
In den Leinwandarbeiten legt sie durch horizontale, feine Linien eine Art Schleier über das Geschehen im Bild. Dominierend sind meist einfache Szenen aus dem urbanen Umfeld, die gerade durch ihre Alltäglichkeit sich dem Betrachter in die Netzhaut einbrennen. Die Figuren scheinen zu verschwimmen, treten in einer Art Verdoppelung wieder auf — zum einen gerastert, zum andern realitätsbezogen. Die Menschen scheinen sich durch die Schichten „hindurch zu kämpfen“, sie spähen durch den horizontalen Aufbau auf den Betrachter. Unterschiedliche Farbschichten verwischen diesen figurativen Bezug und gehen somit eine Symbiose von Figuration und Abstraktion ein. Die verdünnte Farbe rinnt über den Bildträger, Rinnsale und Pinselstriche werden sichtbar. Farbfilme legen sich über realistisch gemalte Bildinhalte. Erst aus den Tiefen dieser Schichten treten Personen hervor und bestimmen die mystische und gleichsam sensible Wirkung auf den Betrachter.
 

ALFRED HABERPOINTNER
   
1966 in Salzburg geboren
  1980-1984Fachschule für Bildhauerei
Förderungspreis der Hochschule für Gestaltung / Linz
1991 Studienabschluss an der Hochschule für Gestaltung / Linz
1992 regelmäßige Reisen nach Italien
1993 mehrmalige Aufenthalte in Köln
1995 Arbeitsstipendium in Paris / Land Salzburg
1997 Theodor - Körner - Preis
1998 Arbeitsstipendium New York / Bundesministerium Österreich
2000 Arbeitsstipendium New York / Land Salzburg
2001 Förderungspreis 1 Land Oberösterreich
   
   

Die Formen sind aus einem Stamm herausgeschnitten oder gehauen und durch dessen Form und Beschaffenheit mitbedingt.
Haberpointner hat sich für ein lebendiges Material entschieden und muss dessen Gesetze beachten. Das ist nur eine Bedingung für die Arbeit, nicht ihre Aussage, aber eine Bedingung die sich in der Form niederschlägt.
Was macht er mit so gewonnen Formen?
Er beginnt sie systematisch zu bearbeiten, wobei diese Bearbeitung durchaus einen destruktiven Charakter hat. Er zerhackt ‚ schneidet und sägt die Oberflächen an, brennt Spuren hinein, oder zersägt den Körper, soweit das er wie aufgefächert wirkt. Auf diese weise öffnet er die Form, vermehrt die Oberfläche um ein Vielfaches und schafft Räume. Raum und Körper, agieren interaktiv. Eine Rundplastik beansprucht nicht nur den Raum ‚ den Sie als Volumen einnimmt, sondern saugt ihn förmlich an. Lieht und Schattenzonen unterschiedlichster Grade entstehen, so dass die Skulptur schließlich aus Holz ‚ Licht und Luft besteht. Manchmal kommt noch Farbe hinzu um diese spannungsgeladene Interaktion zu steigern.

Dr. Hanne WESKOTT


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