Zillertaler Hauptkamm

Inhalt ] Nach oben ] Historisches ] Wandern ohne Auto ] Höhenwege ] Themenwege ] Gipfeltouren ] [ Zillertaler Hauptkamm ] Sportklettern ] Klettern ] Leichte Wanderungen ] Bergsteigen ] Bergwanderführer ] Bergführer ] Berghütten ] Wanderpanorama ] Kartensymbole ] Buchtip ]

 

Inhalt
Nach oben

Prospekte

Information

 

Umweltschutz auf neuen Pfaden - der Zillertaler Hauptkamm

z5.jpg (14511 Byte)

Wie Umweltschutz und Tourismus gemeinsam neue Wege beschreiten können, zeigt das Pilotprojekt Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm. Auf 372 Quadratkilometern hat die Natur Vorfahrt - aber der Wanderer kommt nicht zu kurz - Ganz im Gegenteil!

Naturschutzgebiete gibt es viele. "Doch der Naturschutz steht oft nur auf den Tafeln am Rande der Schutzgebiete", sagt Gudrun Fischer. Die Geographin hat eine wichtige Aufgabe übernommen: Als Koordinatorin des Projektes versucht sie, die gute Idee mit Leben zu erfüllen.

Doch zuerst die Idee: 1991 schuf die Tiroler Landesregierung per Gesetz südlich von Mayrhofen dieses Ruhegebiet. Öffentliche Straßen, Seilbahnen, Schlepplifte oder Hubschrauberflüge zu touristischen Zwecken -auf den 372 Quadratkilometern ist dieses alles tabu.

z3.jpg (9379 Byte)

Der Wanderer erlebt dafür in den Seitentälern Zillergrund, Stilluppgrund, Floitengrund, Gunggl, Zemmgrund und Zamser Grund Natur pur.

Getragen wird das Pilotprojekt vom Österreichischen Alpenverein und dem Land Tirol. Zwischen Ökologie und Tourismus ist so in den letzten Jahren ein neuer Weg entstanden, der auch von den Tourismusverantwortlichen unterstützt wird.

Im Ruhegebiet, in dem auch die bekannten Alpenvereinshütten zu Hause sind, erlebt der Wanderer das ruhige, das andere Zillertal. Ein Besuch - ob als leichter Spaziergang oder mehrtägige Hüttentour - lohnt sich auf jeden Fall.

Dabei wird der Besucher mitunter auch auf "hochalpine Baustellen" stoßen. Es handelt sich dabei um Maßnahmen, die initiiert von der Ruhegebiets-Koordinatorin Gudrun Fischer, machen Weg sanieren.

Denn der besondere Reiz des Hochgebirges lag schon immer im Gegensatz zwischen sorgfältig gepflegter Kulturlandschaft und der ungebändigten Naturlandschaft. Kulturlandschaft, das sind Almen und die gemütlichen Hütten, wo man sich geborgen fühlt. Dahinter, wo die schier unbezwingbaren Felsenwände aufragen, wo Eis und Schnee die Landschaft beherrschen, wo auf dem Geröll keine Bergkräuter mehr wachsen, da beginnt die Naturlandschaft. Die Pflege der Almen obliegt den Bauern. Bei den Wanderwegen können alle mithelfen.

z7.jpg (17453 Byte)

z8.jpg (5008 Byte)

z6.jpg (19069 Byte)

Wer auf dem Weg bleibt, nicht abkürzt, der verhindert das "Ausfransen" der Pfade. Mit Haue und Holztrage, um Steine und Gras transportieren zu können, versucht eine kleine Mannschaft, an ausgetretenen Stellen wieder Grasziegel zu verlegen, Gras neu anzusäen.

Mit kleinen Trockensteinmauern soll Abschneidern der Weg versperrt werden. Das Ziel: Aus weit verzweigten Trampelpfaden sollen wieder Almwiesen mit kräftigen Kräutern und herrlichen Alpenblumen entstehen, durch die sich bequeme und gut gepflegte Wanderwege schlängeln. Fragen Sie bei Ihren Streifzügen ruhig einen der Arbeiter. Er gibt Ihnen gerne Auskunft - und freut sich über die kleine Pause.

 

Made by AH-Datentechnik